Ein Beispiel für eine KI-Lösung
Die KI gibt mir immer Recht. Die KI erfindet Sachen. Die KI scheitert an Paywalls. Die KI ist kein Ersatz für ein echtes Gespräch. Die KI verschluckt meine Privatsphäre. Die Liste ist lang.
Wir verwenden KI nun schon einige Zeit, und es bilden sich verschiedene Lager: das aufschreiende Lager («KI ist ein Alien»), das gelassene Lager («geht doch alles wieder vorbei, ihr werdet schon sehen»), das wissende Lager («ich weiss, warum die KI halluziniert») und das lösungsorientierte Lager («lasst uns über die besten Lösungen sprechen»).
Wir haben nun eine künstliche Intelligenz, die uns Menschen in manchen Dingen voraus ist: beim Coding, in der Mustererkennung und bei repetitiven Arbeiten. Beispiele für den Fehleinsatz von KI gibt es zahlreiche. Heute möchte ich über ein positives Beispiel sprechen.
Die Verwaltung in Österreich hat mit «GovGPT» eine eigene KI-Anwendung vorgestellt, die mehrere, lösungsorientierte Themen vereint:
- Das Tool läuft über die Server des Bundesrechenzentrums (On-Premises)
- Es basiert auf einem Modell von Mistral. Das Unternehmen stellt das Modell bereit, hat aber keinen Zugriff auf die Daten (Datensouveränität)
- Die Architektur ist so aufgebaut, dass der Anbieter in Zukunft austauschbar wäre (kein Lock-in)
- Der Roll-out erfolgt schrittweise und startet mit einer Einheit (Pilotierung)
Konkret unterstützt das Tool die Mitarbeitenden beim Verfassen von Texten, beim Zusammenfassen von Dokumenten und beim Anlegen von Wissenssammlungen.
Die KI ist so weit, dass sie sinnvoll eingesetzt werden kann. Mit durchdachten Entscheidungen führt sie schnell zu mehr Produktivität. Mit ein bisschen Kreativität ist das eine oder andere auch für KMU umsetzbar.